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Erstaunliches Wissen und interessante Fakten über die Aromatherapie und ätherische Öle 🏵️

Aktualisiert: 18. Jan.

Aromatherapie ist eine ganzheitliche Heilmethode, die ätherische Öle zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden einsetzt. Diese Öle werden aus verschiedenen Teilen von Pflanzen gewonnen, einschließlich Blüten, Blättern, Rinden und Wurzeln. Die Verwendung von ätherischen Ölen reicht bis in die Antike zurück, wo sie in der traditionellen Medizin, in religiösen Zeremonien und zur Körperpflege eingesetzt wurden. Für einen Liter Rosenöl benötigt man 3.000-5.000 Kilogramm Rosenblätter. Für ein Milliliter wären es dann 30-50 Kilogramm. Ein Milliliter sind etwa 20-25 Tropen ätherisches Öl. Ein paar Tropfen davon reichen für eine entspannende und beruhigende Beduftung deines Raumes. Aber es gibt einige Informationen, die viel spannender sind...



Was genau ist Aromatherapie?

Vorab, kurz für dich, falls du dich noch nicht auskennst: Die Aromatherapie ist ein Teilbereich der Pflanzenheilkunde und nutzt ätherische Öle, um Körper, Geist und Emotionen positiv zu beeinflussen. Diese hochkonzentrierten Pflanzenessenzen werden über den Geruchssinn oder über die Haut aufgenommen – etwa durch Diffuser, Massagen oder Bäder. Schon Kulturen wie die Ägypter, Griechen, Römer, Inder und Chinesen nutzten aromatische Pflanzen für Rituale, Körperpflege und ihr Wohlbefinden.


Ätherische Öle sind echte Pflanzenkraft

Ein überraschender Fakt, denn für ätherische Öle werden oft enorme Mengen an Pflanzenmaterial benötigt. Hier ein paar Beispiele:

Pflanze (Pflanzenteil)

Material für 1 ml

Material für 1 Liter

Lavendel (Blüten)

ca. 150–200 g

150–200 kg

Pfefferminze (Blätter)

ca. 50–100 g

50–100 kg

Rose (Blütenblätter)

ca. 4–5 kg

4–5 Tonnen

Zitronenmelisse (Blätter)

ca. 3–6 kg

3–6 Tonnen

Kamille blau (Blüten)

ca. 500 g – 1 kg

500–1.000 kg

Rosmarin (Kraut)

ca. 100–200 g

100–200 kg

Eukalyptus (Blätter)

ca. 30–50 g

30–50 kg

Zitrone (Schale, kaltgepresst)

ca. 3–5 Schalen

ca. 3.000–5.000 Schalen

Sandelholz (Holz)

ca. 20–30 g

20–30 kg

Das erklärt, warum hochwertige ätherische Öle kostbar sind, sie enthalten die hochkonzentrierte Essenz der Pflanze. Der Ölgehalt in der Rose ist extrem gering, weshalb man sehr viele Blütenblätter benötigt und das erklärt auch den grund, warum Rosenöl (z.B. Damaskus) so sehr teuer und schier unerschwinglich ist (zumindest in großen Mengen). Es macht auch einen Unterschied, denn das Volumen oder Gewicht variriert im frischen und getrockneten Zustand, weswegen man von getrocknete Kräutern z.B. in der Kräuterheilkunde weniger benutzen muss. Hier fehlt das Wasser. Auch ist z.B. der Preis abhängig von Anbau und Gewinnung: ökologischer Anbau ist teurer, weil er absolut BIO ist. Wasserdampfdestillation ist günstiger in der Herstllung als eine Enfleurage. Und dann kommt es auch auf den Chemotypen an, wie beispielsweise beim Lavendel: hier gibt es den echten Lavendel (Lavandula angustifolia), den Speiklavendel (Lavandula latifolia), den Schopflavendel (Lavandula stoechas) und eine Hybridform (Lavandin = echter Lavendel und Lavandula × intermedia), die günstiger ist. Reines äthersiche Öl ist immer günstiger als eine "verwässerte", also mit einem anderen Öl oder in verbindung mit Alkhohl oder ein Hydrolat.


Der Duft wirkt direkt auf unser Gehirn

Die Geruchsmoleküle von ätherischen Ölen können über die Nase direkt das Riechzentrum (Bulbus olfactorius) erreichen. Von dort aus haben sie ein unmittelbares Einfluss auf limbische Strukturen wie den Hippocampus (Gedächtnis) und die Amygdala (Emotionen). Das bedeutet: Düfte können Emotionen, Stimmung und Erinnerungen sofort beeinflussen, viel schneller als durch das Verdauen oder die Haut. Der Geruchssinn ist der einzige Sinn, der direkt mit dem limbischen System im Gehirn verbunden ist. Deshalb können Düfte Gefühle blitzschnell verändern, Erinnerungen aus der Kindheit auslösen und eine Entspannung oder Wachheit fördern. Menschen können bestimmte Düfte besser erinnern als Gesichter oder Worte. Ätherische Öle nutzen genau diesen Mechanismus, deshalb verbinden wir einen Geruch oft sofort mit einer Emotion oder Erinnerung.

Wir sind bereits ab dem 42. Lebenstag im Mutterleib in der Lage, zu riechen. Die Fruchtblase bzw. das dort befindliche Fruchtwasser riecht leicht nach Vanille. Wenn eine Mutter ihren Bauch regelmäßig während der Schwangerschaft mit einem Rosenöl eincremt/massiert, verbinden wir das später mit Geborgenheit, Schutz und Liebe.


Weitere interessante Fakten in einer kurzen Aufführung:


  • Auch wenn die chemische Wirkung stark ist, spielt die Erwartungshaltung eine große Rolle.

  • Schon der bloße Duft kann das Gehirn aktivieren, als würde man tatsächlich eine entspannende oder stimulierende Substanz aufnehmen.

  • Öle wie Lavendel, Bergamotte oder Kamille können die Aktivität der Amygdala dämpfen, die für Angstreaktionen zuständig ist.

  • Studien zeigen, dass Lavendelöl Cortisolspiegel senken und das parasympathische Nervensystem aktivieren kann, das ist das "Entspannungs-Nervensystem".

  • Einige ätherische Öle, wie Lavendel oder Sandelholz, können den REM-Schlaf verbessern.

  • Studien an älteren Menschen zeigen, dass regelmäßiges Einatmen bestimmter Öle Gedächtnisleistung und Schlafqualität positiv beeinflussen kann.

  • Pfefferminzöl kann bei Kopfschmerzen wirken, indem es über Trigeminalnerven und limbische Areale das Schmerzempfinden moduliert.

  • Lavendel wirkt ähnlich, teilweise durch Reduktion der neuronalen Erregbarkeit im Zentralnervensystem

  • Zitrusdüfte (z. B. Orange, Grapefruit) können die Serotonin- und Dopaminausschüttung fördern. Das erklärt, warum frische, fruchtige Öle oft ein Gefühl von Leichtigkeit, Motivation und Freude erzeugen.

  • Pfefferminzöl und Rosmarinöl scheinen Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnisleistung zu steigern.

  • Bei einigen Studien verbesserten Probanden nach der Inhalation kognitiver Tests ihre Reaktionszeit und Merkfähigkeit. Wissenschaftler vermuten, dass dies über eine erhöhte Sauerstoffversorgung des Gehirns und Stimulation bestimmter Neurotransmitter passiert.

  • Öle wie Lavendel, Bergamotte oder Kamille können die Aktivität der Amygdala dämpfen, die für Angstreaktionen zuständig ist.

  • Studien zeigen, dass Lavendelöl Cortisolspiegel senken und das parasympathische Nervensystem aktivieren kann, das ist das "Entspannungs-Nervensystem".

  • 1 Tropfen ätherisches Öl der Pfefferminze ergibt ca. 30 Tassen Tee.

  • Derselbe Pflanzenname kann je nach Herkunft, Klima und Erntezeit unterschiedlich duften und wirken. Das ist übrigens generell bei Pflanzen der Grund, warum es kaum eine Resistenzbildung bei Keimen und Bakterien gibt. Synthetische Stoffe sind immer gleich und so fällt es Keimen und Bakterien leichter, eine Resistenz dagegen auszubilden.

  • Ätherische Öle enthalten teils über 100 verschiedene chemische Bestandteile. Diese einzigartige Zusammensetzung macht jedes Öl besonders.



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Diplomierte Kräuterpädagogin

Diplomierte Aromaberaterin

Shinrin Yoku Coach - Natur- und Kraftortcoaching

Zertifizierter Stress- und Burnoutcoach/Fachberaterin für Stressmanagement

Zertifizierter Hypnosecoach

Zertifizierter spiritueller Coach

Entspannungstrainerin

Zert. Psychologische Beraterin und Lifecoach

Referentin und Autorin

Dozentin in der Erwachsenenbildung

Seminarleiterin für verschiedene Workshops

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