Aromatherapie für Tiere – sanfte Unterstützung aus der Natur 🌿🐶🐱🐴
- Deutsche Akademie für Naturheilkunde

- 21. Jan.
- 5 Min. Lesezeit
Aromatherapie kann nicht nur Menschen, sondern auch Tieren helfen, ihr Wohlbefinden zu steigern. Richtig angewendet, wirken ätherische Öle beruhigend, entspannend oder unterstützend bei bestimmten Beschwerden. Gleichzeitig ist bei Tieren besondere Vorsicht geboten, denn sie reagieren oft deutlich sensibler als wir Menschen. Du bist selbst schon überzeugt davon, wie gut die ätherischen Öle tun und wie hilfreich und heilsam eine Aromatherapie sein kann? Du bist dir nicht ganz sicher, ob man sie auch für Tiere anwenden kann? Dann hilft dir sicher dieser Artikel, um ein wenig Licht ins Dunkle zu bekommen...
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Ätherische Öle für Tiere
Uns helfen viele ätherische Öle bei verschiedenen Wehwehchen und auch die Tiere können davon profitieren, denn sie haben ähnliche bzw. gleiche Wirkungen auf sie, wenn man einiges beachtet. Nicht alle ätherischen Öle sind für Tiere geeignet. Einige können toxisch sein oder unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Hunde, Pferde und Nutztiere wie Kühe, Schweine, Schaffe usw. sprechen oft gut darauf an. Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenextrakte. Tiere nehmen Düfte intensiver wahr als Menschen – ihr Geruchssinn ist deutlich ausgeprägter. Zu den gängigen ätherischen Ölen, die für die Aromatherapie bei Tieren verwendet werden können, gehören:
Lavendelöl/Lavendel fein: Beruhigend und angstlösend, gut für Hunde und Katzen.
Kamillenöl/Kamille römisch: Entzündungshemmend und beruhigend, geeignet für Hunde und stressige Zeiten.
Pfefferminzöl: Kann bei Übelkeit und Verdauungsproblemen helfen, jedoch mit Vorsicht anwenden.
Teebaumöl: Hat antiseptische Eigenschaften, sollte jedoch nur in stark verdünnter Form verwendet werden und ist nicht für Katzen geeignet.
Zitronenöl: Kann als Insektenschutzmittel wirken, jedoch nicht bei Katzen anwenden.
Eukalyptusöl: Hat eine erfrischende Wirkung, jedoch nur für Hunde geeignet und mit Vorsicht zu dosieren.
Rosenöl: Wirkt sanft ausgleichend und hilft bei nervöser Unruhe.
Weihrauch: Hat erdende Eigenschaften und unterstützt das emotionale Gleichgewicht.
Melisse: Hilft bei Nervosität (sehr niedrig dosieren).
Mandarine: Kann stimmungsaufhellend wirken, gerade nach oder während einer längeren Krankheit.
Vanille: Riecht nicht nur angenehm, sondern wirkt beruhigend und ist besonders sanft.
Tiere, die keine Aromatherapie erhalten sollten
Es gibt bestimmte Tiere, die aufgrund ihrer physiologischen Besonderheiten oder ihrer Empfindlichkeit gegenüber ätherischen Ölen von der Aromatherapie ausgeschlossen werden sollten. Dazu gehören:
Katzen: Viele ätherische Öle, insbesondere Teebaumöl und Zitrusöle, sind für Katzen giftig. Katzen haben einen anderen Stoffwechsel und können diese Öle nicht richtig verarbeiten.
Kleine Haustiere: Hamster, Kaninchen und Meerschweinchen sind ebenfalls sehr empfindlich gegenüber ätherischen Ölen und sollten nicht behandelt werden.
Tragende Tiere: Tragende Tiere sollten ebenfalls von der Anwendung der Aromatherapie ausgeschlossen werden, da bestimmte Öle Wehen auslösen oder den Fötus schädigen können.
Sehr junge Tiere oder kleine Hunderassen: Für junge Tiere wie z.B. Welpen oder für kleine und empfindliche Hunderassen wie Chiuhaua können die Wirkungen der ätherischen Öle noch zu stark sein.
Kranke, geschwächte oder alte Tiere: Diese Tiere könnten durch eine falsche Anwendung und Dosierung noch mehr geschwächt werden oder Schlimmeres. Auch könnte eine Schädigung durch Nebenwirkungen alles verschlimmern.
Hinweise zur Anwendung
Ätherische Öle sollten immer verdünnt werden, bevor sie bei Tieren angewendet werden. Eine allgemeine Regel ist, 1-2 Tropfen ätherisches Öl mit einem Trägeröl wie Jojoba- oder Kokosöl zu mischen. Auf eine innerliche Anwendung solltest du vorsichtshalber komplett verzichten oder einen Fachmann hinzuziehen.
Es gibt verschiedene Methoden, um ätherische Öle bei Tieren anzuwenden, darunter Diffusion, topische Anwendung (auf die Haut) und in einigen Fällen auch die orale Einnahme (mit Vorsicht und nur nach Rücksprache mit einem Tierarzt). Körperlich können manche Tiere diese Öle nicht richtig abbauen. Dies betrifft vor allem Katzen oder junge Tiere oder kleinere Hunderassen. Teebaumöl und Lavendel z.B. wirken in zu hohen Dosen oder längerer Nutzung toxisch auf die Leber.
Vor der großflächigen Anwendung sollte ein Patch-Test durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass das Tier nicht allergisch auf das Öl reagiert.
Bei Tieren, die sich das Öl ablecken können, sollte entweder eine Halskrause Anwendung finden oder das öl gar nicht genutzt werden. Man kann ein wenig der gemischten Mixtur auf den Nackenbereich geben, immer aber nasenfern. Ätherische öle haben zudem nichts an Augen, Ohren, Nase und Schleimhäute zu suchen. Es sei denn, der Tierarzt gibt sein okay und die Öle wurden gut vermischt, also verdünnt. Die Dosierung von ätherischen Ölen hängt von der Größe und dem Gesundheitszustand des Tieres ab. Allgemeine Richtlinien sind:
Kleine Hunde (unter 10 kg): 1-2 Tropfen ätherisches Öl in 30 ml Trägeröl.
Mittlere Hunde (10-25 kg): 2-3 Tropfen ätherisches Öl in 30 ml Trägeröl.
Große Hunde (über 25 kg): 3-4 Tropfen ätherisches Öl in 30 ml Trägeröl.
Sensible Tiere: 1 Tropfen ätherisches Öl auf 30–50 ml
Bei der Anwendung bei Katzen sollte aufgrund ihrer Empfindlichkeit immer die niedrigste Dosierung verwendet und idealerweise auf die Verwendung von ätherischen Ölen verzichtet werden. Huftiere vertragen etwas mehr. Und ansonsten gilt wie so oft: Weniger ist mehr, so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Auch Hydrolate sind eine tolle Sache, da sie stark verdünnt und somit sanfter sind. Das die ätherischen Öle für die Tiere ebenso nur hochwertige und naturreine Öle in die Nutzung kommen, muss ich wohl nicht erst erwähnen, oder?

Tipps und Tricks
Beobachte das Verhalten deines Tieres nach der Anwendung von ätherischen Ölen genau und führe bestenfalls Buch darüber (wie, wann, wie viel, Reaktion...). Wenn Anzeichen von Unwohlsein oder Allergien auftreten, brich die Anwendung sofort ab. Arbeite immer von sanft zu mehr statt umgekehrt. Wende die Mischung immer großflächig oder regelmäßig ohne Pause an. Bei Katzen solltest du keine aktive Anwendung (direkt auftragen), keine Duftlampen und keine Diffuser in den Raum stellen. Bei auftretender Unruhe, Weggehen, Niesen, Lecken, Gähnen solltest du die Anwendung sofort beenden.
Stelle sicher, dass die ätherischen Öle nicht in die Augen oder auf offene Wunden gelangen. Geeignete Trägeröle sind u.a.: Jojobaöl, Mandelöl und Kokosöl (fraktioniert). Kokosöl hat beispielsweise auch noch eine zusätzliche Wirkung bei Hautproblemen. Setze immer nur kurze Anwendungen ein, z.B. 1–2× täglich, für wenige Minuten. Beginne dabei mit nur einem Öl und nur bei bzw. in akuten Situationen, nicht dauerhaft.
Schaffe eine entspannende Umgebung, nutze die Aromatherapie in Verbindung mit einer ruhigen Umgebung, um die Wirkung der Öle zu verstärken. Dein Tier sollte aber jederzeit flüchten können und sollte nicht »Zwangsbeduftet« werden. Dein Tier wird selbst entscheiden, ob es den Duft mag oder nicht, auch wenn die ätherischen Öle in der Anzahl stark reduziert sind. Aromatherapie für Tiere ist keine Duftbeschallung, sondern achtsame Begleitung. Stelle gern ein sanftes Aromaspray für Umgebung her und sprühe es auf den Lieblingsplatz, in eine Box oder Ähnliches, aber nicht direkt dein Tier. Du kannst deinem Tier auch einen Duft anbieten, z. B. auf ein Wattepad geträufelt, dein Tier kann dann selbst entscheiden, ob es will, mag oder nicht. Bei einer Raumbeduftung solltest du immer gut lüften.
Bevor du mit der Aromatherapie beginnst, solltest du immer Rücksprache mit einem Tierarzt halten, insbesondere wenn dein Tier bereits gesundheitliche Probleme hat oder erkennen lässt. Wenn du unsicher bist, wende dich an einen Tierarzt mit Zusatzausbildung Aromatherapie oder einen gut ausgebildeten Tieraromatherapeuten. Die Therapie stellt durch ätherische Öle immer nur eine begleitende und unterstützende Maßnahme dar.
Aromatherapie kann Tiere auf sanfte Weise unterstützen, wenn sie richtig angewendet wird. Respekt, Vorsicht und Fachwissen stehen immer an erster Stelle. Nicht jedes Tier profitiert von ätherischen Ölen, und das ist vollkommen in Ordnung. Hast du auch schonmal eine Aromatherapie bei deinem geliebten Vierbeiner eingesetzt und wenn, wofür? Erzähl doch mal und teile deine Erfahrungen...
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